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Start der VIA - Produktionsschule Tirol

Wo geht`s hier zum Arbeitsmarkt?
Mit dem Start der VIA – Produktionsschule Tirol finden Jugendliche ihren Weg in den Wunschjob

Die erste Produktionsschule in Tirol hat am 21. Oktober 2008 feierlich ihre Türen geöffnet. 15 bis 19 jährige Mädchen bereiten sich hier mit Unterstützung vielfältiger, ganzheitlicher Förderungsmethoden gezielt auf den Arbeitsmarkt vor.

32 Tirolerinnen, vorwiegend mit migrantischem Hintergrund, können sich derzeit in der VIA – Produktionsschule Tirol ein klares Bild über ihre beruflichen Wünsche und Ziele machen und werden in weiterer Folge dabei unterstützt, erfolgreich ins Berufsleben oder in ein berufliches Erstbildungssystem einzusteigen. Dies gelingt durch eine Mixtur aus kreativ-künstlerischen Lernangeboten, persönlicher Begleitung der Teilnehmerinnen, bedarfsgerechter Basisqualifizierung sowie der Vermittlung von Praktika. „Uns ist es wichtig, Jugendlichen die Chance zu bieten am Tiroler Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und somit auch verstärkt ins gesellschaftliche Leben zu rücken. Das innovative Konzept der VIA – Produktionsschule Tirol leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Anfang nächsten Jahres wird die Teilnehmerinnenzahl daher sogar ausgebaut. Dann werden bereits 48 Mädchen die VIA – Produktionsschule Tirol besuchen können,“ so LH Platter.

Möglich wurde der Aufbau der VIA – Produktionsschule Tirol durch die Initiative des Beschäftigungspaktes Tirol, der aus 14 arbeitsmarktpolitischen Partnerorganisationen besteht und von der amg-tirol koordiniert wird. Finanziert wird die von Ibis Acam umgesetzte VIA – Produktionsschule Tirol durch das Land Tirol, das AMS Tirol, die Stadt Innsbruck sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Schul- oder Ausbildungsabbruch, soziale Benachteiligung, soziale Anpassungsschwierigkeiten, Entwicklungskrisen oder Sprachdefizite betreffen besonders weibliche Jugendliche mit migrantischem Hintergrund immer häufiger und machen eine Integration in den Arbeitsmarkt fast unmöglich. „Dem Beschäftigungspakt Tirol war es ein großes Anliegen auf diese Entwicklung zu reagieren. In der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich das dänische Modell der Produktionsschulen als idealer Lösungsansatz herauskristallisiert. Alle Partnerorganisationen haben an einem Strang gezogen, sodass wir das Projekt rasch umsetzen konnten“, so Dr.in Maria Steibl, Geschäftsführerin der amg-tirol. AMS-Landesgeschäftsführer Kern ergänzt: „Der Arbeitsmarkt wird für die betroffenen Mädchen und Frauen durch die gezielte Unterstützung zugänglich gemacht. Jede Person die dank der Produktionsschule zur Facharbeiterin ausgebildet wird ist ein direkter Gewinn für den Tiroler Arbeitsmarkt“.

Mit dem Eintritt in die VIA – Produktionsschule Tirol eröffnen sich für die ersten 32 Teilnehmerinnen erstmals konkrete berufliche Perspektiven die ihnen bislang versagt blieben. „In der ersten Phase des sechs- bis neunmonatigen Programms steht die Berufsorientierung als wichtige Basis im Mittelpunkt“, erklärt Mag. Lampert von Ibis Acam. Die Jugendlichen können dabei Berufsfelder in der Holz-, Metall- oder Textilbearbeitung sowie im Medien- oder Verkaufssektor kennen lernen und entscheiden sich nach der Orientierungsphase für zwei konkrete Arbeitsbereiche. Durch kreatives Experimentieren mit den Materialien und der Technik entstehen neue und hochwertige Produkte aus Abfallprodukten, die bei von den Teilnehmerinnen organisierten Veranstaltungen verkauft werden. Die Mädchen erwerben sich so Grundqualifikationen in unterschiedlichsten Bereichen und verstärken ihre lösungsorientierte Kompetenz für Arbeitsprozesse.

In den 30 Stunden pro Woche geht es in der VIA – Produktionsschule Tirol aber noch um mehr: Das Coaching bietet den Teilnehmerinnen eine verlässliche Wegbegleitung während der gesamten Verweildauer in der VIA – Produktionsschule Tirol. Während sich das Einzelcoaching auf Zielplanung, Perspektivenklärung und aktive Praktikums- und Arbeitssuche sowie Elternarbeit konzentriert, findet im Gruppencoaching eine laufende Reflexion der aktuellen Arbeitserfahrungen, ein Training sozialer Kompetenzen, Teamfähigkeit und Konfliktlösestrategien, etc. statt. Zudem werden die Mädchen zu neuen Lernerfahrungen motiviert. In Kleingruppen schließen die Mädchen ihre individuellen Wissenslücken in mathematischen Grundlagen, Deutsch, Deutsch als Fremdsprache, EDV und machen sich mit verschiedenen Lerntechniken vertraut.

Die Teilnehmerinnen verlassen die VIA – Produktionsschule Tirol auf diesem Weg mit ausgezeichnetem schulischen Grundlagenwissen, der Fähigkeit selbst gesteuert zu lernen und mit neu erworbenen fachlichen Kompetenzen, die die Basis für den weiteren Berufserfolg legen.

Eine Teilnahme an der VIA – Produktionsschule Tirol ist über eine Zuweisung durch das AMS oder über direkten Kontakt mit der Produktionsschulleitung möglich.

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Weitere Informationen (link

Kontakt

Mag. Rainer Fellner
Tel. (0512) 562 791 - 15
rainer.fellner@amg-tirol.at


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